Reisen barrierefrei

     

2017 Barrierefreies Reisen in Deutschland

 

September in Strodehne

 

Wir lieben die Ruhe, Ruhe ohne auf bestimmte Anforderungen zu verzichten.

Warum, werden sich jetzt einige Leser fragen. Wir reisen immer mit zwei Rollstühlen (Aktivrollstuhl und elektr. Rollstuhl) und benötigen daher auch entsprechende Ausstattungen in den Ferien-Domizilen.

Das kann in Deutschland schon mal sehr schwierig werden. Klar gibt es Hotels, aber wir lieben auch die Unabhängigkeit. Wir wollen entscheiden wie lange wir schlafen und wann wir frühstücken. Ebenso wollen wir nicht ewig an einem Ort verweilen. Es gibt schließlich viel zu sehen.

Das geht nur in Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Apartments.

Also raus aus dem alltäglichen festgeplanten Rhythmen der Krankengymnastik, Ergotherapie, Lymphdrainage, Arztbesuche usw.

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Dieses Jahr haben wir uns für einen ganz kleinen Ort in Brandenburg entschieden.

Und wir wurden im Haveldorf Strodehne fündig.

www.fewo-spiesmacher.de

Ein kleiner Ort mit bekannten Künstlern und Bürgern. Es liegt direkt an der Havel und      hat ca. 240 Einwohner und liegt im Naturpark Westhavelland.  www.strodehne.de

 

Nicht weit im Nachbarort Stölln gibt es das Lilienthal-Centrum mit Flugplatz und                 in Warnau eine nette Fischstube. 

Nun ein paar kleine Ausführungen zu unserer Wohnung und den Vermietern.

Begrüßt wurden wir mit lautem Bellen von einem kleinen Rauhaar-"Tieger". Er freute sich, wieder Gäste begrüßen zu dürfen. Freundlich und offen wurden auch wir von Frau Spiesmacher und Ihrem Mann begrüßt.

Eine kleine nette Ferienwohnung, abgestimmt auf die Bedürfnisse für Menschen mit Handicap. Hier sieht man, dass die Wohnung mit vile Liebe zum Detail eingerichtet wurde.  Die Räume sind hell und freundlich gestaltet. Viel Platz im Bad, eine befahrbare Dusche mit Sitz, überall sind entsprechende Handläufe beidseitig angebracht.

Im Bereich Schlafen gibt es sehr gute Betten. Wir haben prima darin geschlafen. Reichlich Licht gibt es auch in jedem Raum.

Eine Selbstverständlichkeit war die Mitbenutzung des Außenbereiches. Auch hier sah man wieder die Liebe zu Detail.

Alle Fenster sind mit einem Fliegengitter geschützt, denn es gibt dort schon einiges an Mücken und Co.

Die Küche war für uns der Höhepunkt.

Die Küche ist ideal für Rollstuhlfahrer. Alle Schränke lassen sich per Knopfdruck heben  und senken. Selbst der Kühlschrank war schon mit Getränken vorbereitet. Frühstücken kann man auch auf Wunsch im Wintergarten einnehmen. Dort bekommt man frische selbst zubereitete Marmelade, Eier von glücklichen freilaufenden Hühnern und Honig der Nachbarn, sowie frisch gepresstem Leinenöl.

Nachts konnte ich im Garten auch ein paar Fotos vom Vollmond machen. Schließlich gibt es dort den ersten deutschen Sternenpark. Also es war wirklich dunkel.

Frau Spiesmacher führte uns am 2. Tag durch den kleinen netten Ort, erzählte etwas über die Geschichte, Besonderheiten und über die letzten Hochwasser.

Es ist ein Ort, wo ich nicht immer einen Anschluss in die weite Welt habe (Internet), dafür aber wieder einmal die Tiere, Sternehimmel oder Sonnenuntergänge zu beobachten oder aber wieder mal ein buch in der Sonne lese, Kartenspiel uvm. Hier spricht der Gast noch mit dem Vermieter oder umgekehrt. Man lernt sich ungezwungen näher kennen. Für uns steht fest. Wir kommen wieder.

09.09.2017

 

 

 

 

 

 

 

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